Unzählige kleine Inseln, Mini-Korallen-Inseln sogenannte Cays und Landformationen reihen sich zu der Inselgruppe Bahamas auf. Viele von ihnen wurden noch nie von Menschen betreten. Offiziell gelistet sind 700. Lediglich 30 davon wurden besiedelt und nur 17 für den Tourismus erschlossen.

Die Namensgebung der Bahamas wird auf Kolumbus zurückgeführt, der hier 1492 landete und das Meer als “baja mar” (flaches Wasser) rund um die Inseln beschrieb. Die Unabhängigkeit von Großbrittanien erlangten die Bahamas erst 1973, wobei die Zugehörigkeit zum Commonwealth stets geblieben ist. Einmal eingetragen in die geographischen Karten zogen die Inseln schnell das Interesse von Entdeckern, Siedlern, Händlern aber auch Piraten auf sich. Diese Völkervielfalt bestimmt bis heute die bunte Kultur der Bahamas. Bestes Beispiel ist New Providence mit der Regierungshauptstadt Nassau und seinen vielen Sehenswürdigkeiten und dem Touristenzentrum Paradise Island.
Jede Insel für sich ist ein Erlebnis. Hier ist Islands Hopping, das Erkunden der Inseln, ein Muss. Um zu den Out Islands zu gelangen, sollte man ein Flugzeug oder ein Fährboot nutzen. Mit dem Boot kann man auch unbewohnte Cays ansteuern, um das ganz persönliche Entdeckergefühl hautnah zu spüren.

Auf dieser Tour sollte Eleuthera, östlich von New Providence, nicht fehlen. Hier wurde 1648 die erste europäische Siedlung von englischen Puritanern erschaffen. Sie suchten religiöse Freiheit und nannten die Insel Eleuthera, nach dem griechischen Wort für Freiheit. Der fruchtbare Boden von Eleuthera verhalf den Bewohnern zu einer blühenden Landwirtschaft. Besonders der Anbau von Ananas hat auf dem Weltmarkt Ruhm erlangt. Im Norden der Insel wurde eine Glasfensterbrücke errichtet, von der man einen spektakulären Ausblick auf der einen Seite auf den Atlantik und auf der anderen Seite auf die Karibik hat. Eleuthera ist heute geschätzt von Sportanglern und Tauchfreunden.

Ein weiteres Erlebnis ist die Insel Exuma. Diese schmale Inselkette besteht aus Great und Little Exuma, die durch eine einspurige Brücke verbunden sind. Auf Great Exuma befindet sich die größte Stadt der Bahamas: George Town. Die Exuma Cays umfassen alleine 365 Inseln und wurden 1959 zum Land- und Seeschutzgebiet erklärt. Nach Lucaya Indianern und Piraten kamen 1783 amerikanische Siedler auf die Inseln und brachten die Baumwolle mit. Noch heute finden sich auf Exuma nachhaltige Spuren dieser amerikanischen Bewohner. Heute ist die Insel bekannt durch zwei James Bond Filme, die hier ihre traumhafte Kulisse fanden. 2013 wurde Exuma zum Rettungsort für etwa 100 Menschen beim Flüchtlingsdrama von Haiti.

Jede einzelne Insel der Bahamas, nicht nur Exuma und Eleuthera, hat ihre eigene faszinierende Geschichte.

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